Aus unterschiedlichsten Fragmenten römischer Militärlager ist ein System erkennbar, dass römische Truppen ihre Lager nach einem bewährten Schema errichteten. Sofern das Gelände es ermöglichte wurde entsprechend einer standardisierten Vorlage ein Lagergrundriss angelegt - zumindest wurden Teilbereiche der Vorgaben berücksichtigt. Dies hatte den Vorteil, dass jeder bei seiner Ankunft auf dem Lagergelände wusste, wo sein Standort war und welcher Einsatz von ihm erwartet wurde.
Für die Rekonstruktion auf dem Felsberg wird ein kurzlebiges Sommerlager angenommen, dass aus einer Ringumwehrung mit geflochtenem Astwerk bestand. Die Legionäre kampierten in mitgeführten Zelten aus Leder. Mit der Rückkehr der ersten Truppen im Frühjahr wurde die Lagerumwehrung wieder instandgesetzt und verbessert. Wie oft und wie lange das Feldlager am Felsberg benutzt wurde ist nicht bekannt.
Um Kulturdenkmale dauerhaft zu erhalten bedarf es einer kontinuierlichen Pflege, da diese sonst verwittern und/oder von der Vegetation überwuchert werden. Im Jahre 1972 erfolgte die Unterschutzstellung durch Ausweisung des Felsberges als Naturschutzgebiet. Damit ist zwar theoretisch der Schutz der Objekte vor Zerstörung verbunden, am Felsberg mangelt es aber nachgewiesenermassen an der entsprechenden Publizität und der damit einhergehenden Bewusstseinsbildung, die dann letzten Endes zur Akzeptanz von Schutzmaßnahmen führt.
Aufgrund der Anziehungskraft der grössten und bekanntesten Einzelobjekte am Felsberg wie z. B. Riesensäule, Schiff, Sark und Altarstein kommt es in diesen Bereichen vermehrt zur Verunstaltung und Beschädigung, bis hin zur Vernichtung. Bei einer ersten Bestandsaufnahme zwischen 2006 und 2008 wurde festgestellt, dass von den ca. 300 hinterlassenen Objekten ca. 50 nicht mehr aufgefunden werden konnten. Insgesamt sind ca. 150-200 Werkstücke unmittelbar von Zerstörung oder Verlust bedroht.
Am 4. Juni 2011 ist es wieder soweit: Alle Naturfreunde in Deutschland und den Nachbarländern sind am 13. GEO-Tag der Artenvielfalt dazu aufgerufen, innerhalb von 24 Stunden in einem selbst festgelegten Gebiet möglichst viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten zu entdecken.