Heute gibt es in Deutschland kaum noch Wildnis. Wildnisgebiete umfassen deutlich weniger als 1 % der Landesfläche. Das führte u. a. dazu, dass die davon abhängigen Lebensräume weitgehend aus der Landschaft verschwunden sind.

Um die natürlichen Prozesse wieder zu aktivieren, muss ein bestimmtes Gebiet von menschlicher Einflussnahme freigestellt werden. Dies betrifft vor allem die verbliebenen Reste der natürlichen Ökosysteme, kann jedoch auch Bereiche umfassen, die aus der menschlichen Nutzung fallen und sich künftig in Richtung auf eine "neue Wildnis" hin entwickeln können.

Kulturlandschaften weisen aufgrund der vielfältigen naturräumlichen Gegebenheiten und einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft eine hohe Arten- und Lebensraumvielfalt auf. Im Gegensatz zu den Wildnisgebieten erfahren Kulturlandschaften eine hohe Wertschätzung. Aufgrund ihrer Vielfalt, Schönheit, ihrer regionaltypischen Eigenart und kulturhistorischen Entwicklung tragen Kulturlandschaften zur Lebensqualität der Menschen, zur regionalen Identifikation und Wertschöpfung bei.

Biologische Vielfalt

Die Menschen teilen die Welt mit vielen anderen Lebewesen. Biologische Vielfalt ist eine existenzielle Grundlage für das menschliche Leben: Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen sind Träger des Stoffkreislaufs – sie reinigen Wasser und Luft, sorgen für fruchtbare Böden und angenehmes Klima, sie dienen der menschlichen Ernährung und Gesundheit und sind Basis und Impulsgeber für zukunftsweisende Innovationen. Nur eine intakte Natur ermöglicht heutigen und zukünftigen Generationen eine hohe Lebensqualität, u. a. durch natürliche Produkte, ein ansprechendes Wohnumfeld und erholsame Landschaften, die gleichzeitig auch Wurzel der regionalen Identität der Menschen sind.

Biologische Vielfalt oder Biodiversität ist letztlich alles das, was zur Vielfalt der belebten Natur beiträgt. Erhaltung der biologischen Vielfalt umfasst den Schutz und die nachhaltige Nutzung. Basis des übereinkommens über die biologische Vielfalt ist es Schutz und Nutzung der Biodiversität stets aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht zu betrachten. Dabei soll die ökologische Tragfähigkeit Massstab der ökonomischen und sozialen Entscheidungen sein.

    

Artenschutz

Die Artenvielfalt in Deutschland wurde aufgrund menschlicher Aktivitäten in den vergangenen Jahrzehnten stark beeinträchtigt. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten mussten massive Bestandseinbußen hinnehmen und sind heute gefährdet. Eine Reihe von Arten ist bereits regional oder bundesweit ausgestorben.

Die Artenvielfalt und die genetische Vielfalt wildlebender Pflanzen- und Tierarten wird insbesondere durch den Schutz ihrer Habitate und Lebensräume erhalten. Der Verein Freilichtmuseum Felsberg e.V. setzt sich für einen konsequenten Schutz der Rückzugsgebiete wildlebender Pflanzen und Tiere im Felsbergwald ein. Ziel unserer Initiative ist daher die Umwandlung des heutigen Wirtschaftswaldes in ein Naturwaldreservat.

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Naturschutz- und NATURA 2000 Gebiet
"Felsberg bei Reichenbach"

In welchem Mass ein Naturschutzgebiet seine Schutzfunktion erfüllen kann, hängt nicht zuletzt von seiner Flächengrösse ab. Kleine Naturschutzgebiete werden stärker von ihrer Umgebung beeinflusst als grosse und zeichnen sich daher oft durch einen schlechteren Erhaltungszustand aus, denn viele Naturschutzgebiete werden durch Nutzungen beeinträchtigt.

Mit der Steigerung der Besucherzahlen am Felsenmeer von ca. 80.000 jährlich im Jahr 2006 auf ca. 150.000 in 2010 ist jedoch die kritische Menge überschritten die ein Naturhaushalt verkraften und sich selbst wieder erholen kann. Die mit dem hohen Besucherdruck einhergehenden Folgen sind unübersehrbar und in div. amtlichen Berichten dokumentiert.

Daher setzt sich der Verein Freilichtmuseum Felsberg e.V. dafür ein, dass die Verwüstungen (Glasscherben, Plastikmüll, Windeln, illegale Feuerstellen, wildes Zelten, Quad fahren, etc.) durch die touristische Nutzung des Felsenmeeres nicht auf die heute noch intakten Bereiche des Naturschutz- und NATURA 2000 Gebietes übergreifen!

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Tag der Artenvielfalt 2011

Am 4. Juni 2011 ist es wieder soweit: Alle Naturfreunde in Deutschland und den Nachbarländern sind am 13. GEO-Tag der Artenvielfalt dazu aufgerufen, innerhalb von 24 Stunden in einem selbst festgelegten Gebiet möglichst viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten zu entdecken.

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