Hintergrund: Viele Naturschutzgebiete werden durch Nutzungen beeinträchtigt. Hierbei handelt es sich z. B. um Freizeitnutzung, Forst- und Wasserwirtschaft. Deshalb können die per Verordnung in den Naturschutzgebieten festgelegten Naturschutzziele bestimmte Nutzungsformen einschränken oder Gebote und Verbote zur Folge haben.
Die derzeitige Lage rund um das Felsenmeer sieht leider ganz anders aus. Im Frühjahr 2008 wurde eine Debatte um den Schutzstatus und die massentouristische Felsenmeer Vermarktung losgetreten die duchaus das Prädikat "grob unsportlich" verdiente. Zitat aus dem Bergsträsser Anzeiger vom Feb. 2008:
"Das Odenwälder Felsenmeer und das vergessene Naturschutzgebiet Felsberg", lautet der Titel seiner Studie. Dr. Károly Henrich ist Lehrbeauftragter für Politische Ökonomie und Umwelt an der Universität Kassel und kritisiert die aktuelle Vermarktung des Felsenmeers als "ökologisch untragbare Tourismusmaschine". Sein Fazit: Die Natur wird zu Gunsten wirtschaftlicher Nutzungsinteressen missachtet.
"Das Schutzgebiet wird einfach totgeschwiegen", so Henrich. In der im November letzten Jahres veröffentlichten Studie spricht Henrich von einer "Allianz des Schweigens". In dieser seien fast alle lokalen Institutionen gebündelt, die an der Entwicklung des Felsenmeers einen politischen oder ökonomischen Nutzen verfolgen. Zitat ende.
Mit der Steigerung der Besucherzahlen von ca. 80.000 jährlich im Jahr 2006 auf ca. 200.000 in 2010 ist jedoch die kritische Menge erreicht die der Naturhaushalt nicht mehr allein verkraften kann. Die, mit dem hohen Besucherdruck einhergehenden, Folgen sind unübersehrbar und in verschiedenen amtlichen Berichten dokumentiert.